Begegnung der Kulturen im Café des Marienheims St. Tönis

Begegnungscafé 3 (c) wic
Datum:
16. Juni 2022
Von:
Stephanie Wickerath

Schon im Flur der ehemaligen St. Töniser Kindertagesstätte Marienheim sind verschiedene Sprachen zu hören. Eine Horde Kinder flitzt über den Gang und verschwindet in einem Spielzimmer. Im ehemaligen Turnraum der Kita sitzen etwa 15 Menschen an gedeckten Tischen und unterhalten sich auf Ukrainisch, Englisch und Deutsch. Es duftet nach Kaffee und frischgebackenem Kuchen. Anfang Mai hat die katholische Kirchengemeinde St. Cornelius in der ehemaligen Kita an der Rue de Sees 30 das Begegnungscafé im Marienheim wiedereröffnet.

2015 gab es schon einmal einen solchen Treffpunkt für Einheimische und Menschen, die aus anderen Ländern nach Deutschland gekommen sind. „Wir möchten den Gedanken der Begegnung der Kulturen wieder aufgreifen und ab sofort jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr das Café als Treffpunkt anbieten“, sagt Stefanie Müller, Gemeindereferentin der GdG Kempen-Tönisvorst. „Wir sind dabei offen für alle Menschen, die Sozialkontakte knüpfen möchten.“

15 Ehrenamtliche gehören derzeit zum Café-Team. Sie backen Kuchen, spielen mit den Kindern der Gäste, kochen Kaffee und achten darauf, dass niemand allein sitzt. „Natürlich sind nicht alle jede Woche im Einsatz“, erklärt Stefanie Müller, die sich über die große Bereitschaft, sich im Begegnungscafé einzubringen, sehr freut. Auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Ukrainisch wirbt die Kirchengemeinde für das neue Angebot, das kostenlos ist.

Manche Familien müssen keinen weiten Weg zurücklegen, um ins Café zu gelangen. Die Kirchengemeinde hat die ehemalige Kita Marienheim 2016 umbauen lassen. Sieben Sozialwohnungen sind in einem Gebäudeteil entstanden. Die Stadt hat sie gemietet und nutzt sie für die Unterbringung von Geflüchteten. Ganz aktuell hat die Kirchengemeinde St. Cornelius der Stadt eine weitere Wohnung am Kirchplatz angeboten, die künftig ebenfalls für Geflüchtete zur Verfügung steht.