Gemeinde investiert in den Erhalt der St. Töniser Pfarrkirche

Gerüst St. Cornelius 1 (c) wic
Datum:
10. Oktober 2021
Von:
Stephanie Wickerath

St. Cornelius hat wieder ein Gerüst. Seit zehn Jahren wird das St. Töniser Gotteshaus Schritt für Schritt saniert. Im  Mittelpunkt der aktuellen Arbeiten steht die Vierung über dem Ausgang auf der Südseite. „Das größte Problem ist die Feuchtigkeit“, sagt Norbert Kersten, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands von St. Cornelius. So ist es auch in der Vierung auf der Südseite der Kirche in der Ortsmitte. Dort habe sich in der Vergangenheit immer wieder Regenwasser gesammelt, weil der kleine Ablauf sich schnell zugesetzt habe, weiß Norbert Kersten. Der Ablauf sei mittlerweile durch einen breiten ersetzt, aber die Feuchtigkeit in der Holzkonstruktion darunter sei geblieben. „Die Holzbalken in der Unterkonstruktion werden jetzt teilweise erneuert, teilweise verstärkt“, erklärt der 65-Jährige.

Auch die Schieferplatten des Dachs müssten erneuert werden. Und wenn das Gerüst einmal steht, wollen die Sanierer sich auch um den kleinen Turmhelm mit der Glocke kümmern, der in Schieflage geraten ist. „Am Turmhelm oberhalb der Laterne werden die Zierschilde erneuert und die Dachkonstruktion geprüft“, erzählt der der stellvertretende Kirchenvorstand, außerdem werde der Turmboden mit der tragenden Unterkonstruktion saniert. Zusätzliche Regenabflussrohre sollen dafür sorgen, dass das Wasser bei Starkregen schneller ablaufen und nicht mehr wie bisher über die Dachluken in die Kirche eindringen kann.

Gut 200.000 Euro kosten die Arbeiten, die spätestens im Frühjahr abgeschlossen sein sollen. Rund eine Million Euro haben das Bistum, die Gemeinde und der Kirchbauverein in den vergangenen zehn Jahren bereits in die Sanierung der St. Töniser Kirche gesteckt. Die komplette Sanierung der Kirche wird vermutlich 1,3 Millionen Euro kosten. Das Bistum trägt 70 Prozent, den Rest muss die Gemeinde aufbringen. Der Kirchbauverein, der zu diesem Zweck 2011 von Jan Weinand gegründet wurde, unterstützt die Gemeinde und sammelt Spenden für die Arbeiten.

Die meisten Schäden an der Kirche sind Folgen der Bombenexplosion vom Juni 1942. Damals schlug zehn Meter vor dem Hauptportal eine zwanzig Zentner Bombe ein. Durch die Explosion habe sich das Dach leicht angehoben und etwas verdreht, weiß Jan Weinand. Die Risse seien notdürftig geflickt worden, aber es entstanden Folgeschäden; Regenwasser drang an mehreren Stellen ins Gemäuer und in die Holzkonstruktion ein. Löcher im Dach, falsch verlegte Dachpfannen und zugemauerte Lüftungsschächte verschlimmerten den Zustand im Laufe der Jahre.

Wer zum Erhalt der katholischen Kirche in St. Tönis beitragen möchte, kann eine Spende auf das Konto des Kirchbauvereins St. Cornelius bei der Sparkasse Krefeld (DE 71 3205 0000 0000 0537 69) überweisen. Der Verein stellt Spendenquittungen aus.