Rückblick

Krippe (c) Pfarre St. Hubertus
Datum:
5. Februar 2021
Von:
Jonas Rademacher

Weihnachten mal anders – „Bethlehem ist überall“

Weihnachten ist nicht ausgefallen – ganz und gar nicht. Das Warten aufs Christkind wurde in St.Hubert zur inneren Vorbereitung einer besonderen Art. „Wir haben aus unserem Weihnachtsspaziergang eine spannende Schnitzeljagd gemacht“, berichtet ein junger Vater strahlend, „und die ganze Familie hat den Spaziergang zu den Krippenfiguren genossen. Andere nahmen sich viel Zeit und ließen die besinnlichen Texte auf sich wirken. Der Spaziergang am 24. Dezember oder an den weiteren Weihnachtstagen hatte ein Ziel: Bethlehem und die Geburt des Kindes - bei uns.

Da katholische wie evangelische Gottesdienste ausfielen, wurde die Krippe mitten im Dorf auf dem Hohenzollernplatz aufgestellt. Außerdem beherbergten Familien in den verschiedenen Wohngebieten in ihren Vorgärten einzelne große Figuren, die die Botschaft aus ihrer Sicht verkündeten oder dem Besucher eine Betrachtung anboten.

Diejenigen, die ein Handy dabeihatten, konnten die von kleinen und großen St.Huberter Bürgern vorgetragenen Texte und auch die so sehr vermissten Weihnachtslieder zum Erklingen bringen. „Schade, dass die Figuren schon abgebaut werden!“, hörte man immer wieder, „wir haben noch gar nicht alle Figuren gesehen.“

„Die Schafe spielen und streiten wie wir.“

„Es war sehr reizvoll, das Geschehen an der Krippe, aus der Sicht oder mit Blick auf eine der Figuren neu zu erleben.“


„Ich fand es interessant, mir zu überlegen, welche Figur wohl stellvertretend für mich an der Krippe stehen könnte.“

So und anders hörte man viele Stimmen.


Täglich und überall begegneten sich kleine Gruppierungen im Dorf, und jeder wusste, dass auch der andere eins der kleinen Ziele im Sinn hatte. So fühlten sich die Menschen trotz aller Distanz miteinander verbunden. Zählt man zudem die Menschen zusammen, die im Hintergrund beim Planen, Ausschneiden, Bemalen, Texten, Sprechen, Musizieren, Digitalisieren, Aufstellen und Betreuen der Figuren beteiligt waren, sieht man, dass der ganze Ort weihnachtlich miteinander vernetzt war.


Auch im nächsten Jahr kann dieser besondere Weihnachtsspaziergang wieder eine Bereicherung auf dem Weg zum Fest sein!