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6. Sonntag der Osterzeit 2020

Herr, unser Herr, wie bist du zugegen

Herr, unser Herr, wie bist du zugegen

GL 414, 1 – 3 Herr, unser Herr, wie bist du zugegen…

 

  • Herr, unser Herr, wie bist du zugegen und wie unsagbar nah bei uns.

Allzeit bist du um uns in Sorge, in deiner Liebe birgst du uns.

  • Du bist nicht fern, denn die zu dir beten wissen, dass du uns nicht verlässt.

Du bist so menschlich in unserer Mitte, dass du wohl dieses Lied verstehst.

  • Du bist nicht sichtbar für unsre Augen, und niemand hat dich je gesehen.

Wir aber ahnen dich und glauben, dass du uns trägst, dass wir bestehn.

 

Kreuzzeichen gemeinsam: Im Namen des Vaters….

Hinführung

Ich sage

es ist genug

und bestimme

Maß und Zeit

 

Du sagst

es ist vollbracht

und erfüllst

beide

 

Ich sage

es ist genug

und ziehe

die Grenze

 

Du sagst

es ist vollbracht

und schreitest

durch sie hindurch

ins Grenzenlose

 

Du sagst

es ist genug –

meine Gnade

Ich sage vollbringe

was wir begonnen

 

Das genügt

           

Maria Biedrawa

Kyrie

Herr, erbarme dich unser….

Christus, erbarme dich unser…

Herr, erbarme dich unser…

Gelobt seist du, Herr Jesus Christ

Gelobt seist du, Herr Jesus Christ

Gloria: GL 375, 1 + 2 Gelobt seist du, Herr Jesus Christ…

 

  • Gelobt seist du, Herr Jesu Christ, ein König aller Ehren;

Dein Reich ohn alle Grenzen ist, ohn Ende muss es währen.

Kehrvers: Christkönig, Halleluja, Halleluja.

  • Das All durchströmt ein mächt-ger Ruf: „Christ, A und O der Welten!“

Das Wort, das sie zu Anfang schuf, wird bis ans Ende gelten.

Kehrvers: Christkönig…

Gebet

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Herr, unser Gott. Lass uns diese österliche Zeit, die zugleich von Unruhe und Unheil bestimmt wird, dennoch in hoffnungsvoller Freude begehen. Denn die Botschaft des Todes und der Auferstehung deines Sohnes hat die Kraft, die Sorge in Hoffnung und den Tod in Leben zu verwandeln. Lass uns davon bestimmt sein durch Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen.

Lesung aus der Apostelgeschichte (8, 5 – 8. 14 – 17)

Jesus hatte seine Jünger beauftragt: „Geht und verkündet das Reich Gottes, treibt Dämonen aus und heilt die Kranken!“ Philippus lässt erkennen, was geschieht, wenn sich einer auf Gottes Geist verlässt. Es ist der Geist, der durch ihn handelt. Deshalb empfangen viele, die zum Glauben gekommen sind, auch den Heiligen Geist.

In jenen Tagen kam Philippus in die Hauptstadt Samariens hinab und verkündigte dort Christus. Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus; sie hörten zu und sahen die, Zeichen, die er tat. Denn aus vielen Besessenen fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus; auch viele Lahme und Verkrüppelte wurden geheilt. So herrschte große Freude in jener Stadt. …

Als die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, schickten sie Petrus und Johannes dorthin. Diese zogen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfangen. Denn er war noch auf keinen von ihnen herabgekommen; sie waren nur auf den Namen Jesu, des Herrn, getauft. Dann legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist.

Wort des lebendigen Gottes… Dank sei Gott.

Das ist der Tag, den Gott gemacht

Das ist der Tag, den Gott gemacht

Gotteslobvideo (GL 329): Das ist der Tag, den Gott gemacht

Wir singen gemeinsam aus dem Gotteslob Nr. 329, 1 + 3
1. Das ist der Tag, den Gott gemacht, / der Freud in alle Welt gebracht. / Es
freu sich, was sich freuen kann, / denn Wunder hat der Herr getan.
3. Wir sind getauft auf Christi Tod / und auferweckt mit ihm zu Gott. / Uns ist
geschenkt sein Heil’ger Geist, / ein Leben, das kein Tod entreißt.

 

Lesung aus dem 1 Petrusbrief (3, 15 – 18)

Wir sind berufen, den Glauben zu bezeugen. Die beste Form dieses Zeugnisses, so heißt es im Petrusbrief ist, in eigenen Verhalten Rechenschaft davon zu geben, welche Hoffnung uns durch den Glauben zuwächst.

 

Schwestern und Brüder!

Heiligt in eurem Herzen Christus, den Herrn! Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt; aber antwortet bescheiden und ehrfürchtig, denn ihr habt ein reines Gewissen; damit jene, die euren rechtschaffenen Lebenswandel in Christus in schlechten Ruf bringen, wegen ihrer Verleumdungen beschämt werden. Denn es ist besser, für gute Taten zu leiden, wenn es Gottes Wille ist, als für böse.

Denn auch Christus ist der Sünden wegen ein einziges Mal gestorben, ein Gerechter, für Ungerechten, damit er euch zu Gott hinführe; nachdem er dem Fleisch nach zwar  getötet, aber dem Geist nach lebendig gemacht wurde.

 

Wort des lebendigen Gottes…Dank sei Gott.

Halleluja – Vers

Halleluja!

So spricht der Herr: Wer mich liebt hält mein Wort. Mein Vater wird ihn lieben und wir werden bei ihm Wohnung nehmen.

Halleluja

 

 

Evangelium nach Johannes 14, 15 – 21

Jesus sagte zu seinen Jüngern: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.

Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich komme zu euch. Nur noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und weil auch ihr leben werdet. An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch.

Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

 

Evangeliums unseres Herrn Jesus Christus…Lob sei dir Christus.

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Predigt von Pfarrer Wolfgang Acht

Warum wird so oft ablehnend und spottend über die Kirche gesprochen?

Kurzantwort: Weil sie wenig Rechenschaft von der Hoffnung gibt, die sie erfüllen sollte.

Stattdessen hört man:

  • Streit und Missgunst innerhalb der Gemeinden
  • Vom Missbrauchsskandal; vom unguten Umgang mit Geschlechtlichkeit und Leiblichkeit
  • Überheblichkeit gegenüber Armen und Schwachen
  • Fehlende Einheit zwischen den Christlichen Kirchen
  • Kirche wird stärker als Hierarchie wahrgenommen
  • Frauen finden nicht die nötige Anerkennung, obwohl sie alles mittragen
  • Der Zölibat scheint sakrosankt, die Überlegungen zum Frauenpriestertum werden tabuisiert
  • Wiederverheirateten Geschiedenen wird der Empfang der Kommunion nach wie vor offiziell verweigert; selbst die Diskussion darüber findet kaum statt

Nur einige Punkte, die das Bild der Kirche in der Öffentlichkeit bestimmen. Kann man Suchende oder junge Menschen  dafür  noch begeistern?

Umso mehr sollte uns das Wort des 1. Petrusbriefes zu einer anderen Haltung motivieren.

„Haltet Christus heilig!“

 

Das heißt doch wohl auch, offen  von ihm  zu sprechen. Sprechen wir Christen noch offen über ihn und Gott? Viele Verlautbarungen der Kirche beschäftigen sich zwar mit aktuellen Themen, aber  selten damit, was Glauben bedeutet und bewirkt. Da war Johannes Paul II. klarer: „Öffnet die Tore für Christus“, so sein Zeugnis, vor allem gegenüber den Jugendlichen bei internationalen Jugendtreffen.

Was bedeutet dieser Christus für mich und uns? Suchen wir ihn noch, reflektieren wir seine Botschaft, um sie ins Heute  zu übertragen? Wenn diese Frage keine Bedeutung mehr hätte, dann würde Kirche zum einem beliebigen Verein neben vielen!

 

„Gebt Rechenschaft von Eurer Hoffnung, die euch erfüllt!“

 

Welche Hoffnung erfüllt uns? Ist es die Freude an Gott, an Christus;  der Glaube und die Suche nach dem Reich Gottes mitten unter uns? Oder setzen wir eher auf Einfluss, Geld und Macht? Machtspiele gibt es leider auch innerhalb der Kirche und der Gemeinden. Bleibt gelebter Glaube noch im Blick oder ist das Christsein nur noch Äußerlichkeit und Kulisse? Da möchte ich mit dem Priesterdichter Lothar Zenetti fragen: „Bist Du ein Christ? Warum nicht?“

Gelebte Hoffnung bewirkt dagegen, wie es im 1. Petrusbrief heißt, Verfolgung, Verspottung, Schmähung und Verleumdungen zu tragen und ertragen zu können. Es ist die Kraft, die uns Christus mit seinem Geist verleiht. Er zeigte uns doch in seinem Leben, dass er bereit war, alles mit- und durchzutragen, weil er auf die unbedingte Liebe Gottes zu Welt und Mensch setzte.

Damit sind wir beim Evangelium:

„Der Vater wird euch einen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll!“

Wer auf diesen Beistand, den Geist Gottes setzt, wird dessen Kraft spüren und einen langen Atem haben. Er wird erleben, dass er ermutigt wird, sich offen zu Gott und Christus zu bekennen und alles daran setzten, wie Jesus zu sagen: „Meine Speise ist es, den Willen des Vaters zu erfüllen.“

Wer das lebt wird begreifen für welche Wahrheit dieser Geist steht: Es ist nicht die Wahrheit der Besserwisserei, der dogmatisch gesicherten Gewissheit, sondern  die Wahrheit einer immer tieferen Beziehung und Begegnung mit Gott und  den Mitmenschen. Diese Wahrheit macht mutig und frei, weil wir keine zurückgelassenen Waisen sind, wie manche in Bezug auf Gott heute meinen, sondern in der Nachfolge Jesu erleben, dass wir von ihm und Gott Geliebte sind!

 

Mit diesem Wissen und tiefer Überzeugung wird es uns dann leichter fallen, jederzeit Rechenschaft von der Hoffnung zu geben, die uns erfüllt und damit zugleich Rechenschaft von dem Gott, der Liebe ist!

 

 

Glaubensbekenntnis

Das Apostolische Glaubensbekenntnis sprechen wir gemeinsam

(beim Konzil von Nicäa 325 formuliert worden)

 

Ich glaube an Gott,
      den Vater,

      den Allmächtigen,
      den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
     seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
     empfangen durch den Heiligen Geist,
     geboren von der Jungfrau Maria,
     gelitten unter Pontius Pilatus,
     gekreuzigt, gestorben und begraben,
     hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,
    aufgefahren in den Himmel;
    er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
    von dort wird er kommen,
    zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
    die heilige, katholische Kirche,
    Gemeinschaft der Heiligen,
    Vergebung der Sünden,
    Auferstehung der Toten
    und das ewige Leben.

Amen.

 

Fürbitten

Herr, es ist gut zu wissen, dass wir von deiner bleibenden Nähe leben dürfen, und

dass du das Leben mit uns in allem teilst. So bitten wir dich:

 

  • Für die christlichen Gemeinden weltweit, dass sie alles tun, damit Spaltung und Entfremdung beseitigt werden und sie so dazu beitragen, das Miteinander zu gestalten und die Einheit zu suchen.

Christus, höre uns…Christus, erhöre uns.

  • Für die Verantwortlichen in den Gemeinden und der Kirche insgesamt, dass sie sich neuen Wegen öffnen, mehr bei den Menschen sind und auf diese Weise ein Zeugnis von deinem Zugehen auf alle geben.

Christus, höre uns…Christus, erhöre uns.

  • Für die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, dass sie verantwortlich mit der momentanen Krisensituation umgehen, indem sie nicht sofort auf alte Muster ihres Handelns setzen, sondern verantwortlich nach einem neuen Umgang mit dem Leben suchen und sich dabei nicht nur bestimmten Interessen unterwerfen. 

Christus, höre uns…Christus, erhöre uns.

  • Für die Menschen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind oder für die Jugendlichen, die bisher umsonst nach eine Arbeit gesucht haben. Lass sie auf Offenheit, Verständnis und Risikobereitschaft treffen, um eine scheinbare Aussichtslosigkeiten zu überwinden.

Christus, höre uns…Christus, erhöre uns.

  • Für unsere Familien, die im Moment eine große Last in der Bewältigung des Alltags zu tragen haben. Lass sie nicht umsonst auf Hilfe warten, sondern hilf ihnen, Entlastung zu finden.

Christus,  höre uns…Christus, erhöre uns.

  • Für alle Verstorbenen, nicht nur die von der Corona-Krise betroffen, sondern auch aller Opfer von Gewalt und Krieg oder von Naturkatastrophen. Lass sie jetzt den Trost und die Hoffnung in der Erfüllung finden, für die du gestorben und auferstanden bist.

Christus, höre uns…Christus, erhöre uns.

  • Weitere persönliche Bitten…?!

Vaterunser

Nun wollen wir gemeinsam das Gebet sprechen, das der Herr selbst uns zu beten gelehrt hat:

 

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Schlussimpuls

Ihm entgegen

 

Er ließ sich nicht abholen am Tor,

er stieg nicht aufs Podest,

er kam dir entgegen

bis zu dir selbst.

 

Geh ihm entgegen

bis zu jenen, für die kein Platz

in der Herberge war.

 

Geh ihm entgegen

bis in die Mitte

zwischen dir und mir.

 

Geh ihm entgegen

bis zur dir selbst.    

Bischof Klaus Hemmerle

Segensgebet

Segen auf dem Weg

 

Schwester oder Bruder,

sei gesegnet von Gott.

Er gehe dir voraus und zeige

dir den rechten Weg.

 

Gott sei nahe bei dir

und lege seinen Arm um dich.

 

Gott sei hinter dir

und bewahre dich gegen alle dunkle Macht.

 

Er sei unter dir

und fange dich auf,

wenn du fällst.

 

Er sei neben dir

und tröste dich,

wenn du traurig bist.

 

Gott sei in dir

und heile dich.

 

Er sei um dich herum,

und schütze dich in der Angst.

 

Er sei über dir wie die Sonne am Himmel

und stärke dich mit seiner Kraft.

 

Er segne und behüte deinen Ausgang und Eingang

von nun an bis in Ewigkeit. Amen.

 

                        Sedulius Caelius

 

Sendung:

  • Lasst uns den Glauben leben und bezeugen und im Frieden Christi unseren Weg gehen… Dank sei Gott, dem Herrn.
  • Gelobt sei Jesus Christus…in Ewigkeit. Amen.
Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott

Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott

Schlusslied: GL 453, 1 + 2 + 4 Bewahre uns Gott…

Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott, sei mit uns auf unseren Wegen.

:: Sei Quelle und Brot in Wüstennot, sei um uns mit deinem Segen ::

 

Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott, sei mit uns in allem Leiden.

:: Voll Wärme und Licht im Angesicht, sei nahe in schweren Zeiten ::

Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott, sei mit uns durch deinen Segen.

:: Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt, sei um uns auf unseren Wegen ::