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14. Sonntag im Jahr 2020

Hoch sei gepriesen unser Gott

Hoch sei gepriesen unser Gott

Lied zu Beginn GL 384, 1 + 2 Hoch sei gepriesen unser Gott…

Hoch sei gepriesen unser Gott, / der heimgesucht sein Volk in Treue; / der uns erlöst aus Schuld und Not, / auf dass sein Heil das Herz erfreue. / Aus Davids Stamm hat er erweckt den Retter, / den er uns verheißen, / dass uns der Feinde Hass nicht schreckt / und wir in Freiheit ihn lobpreisen.

Hoch sei gepriesen unser Herr, / der uns erwiesen sein Erbarmen, / der seinen Bund von alters her / auf ewig stiftet mit uns Armen: / Dass wir, von aller Frucht befreit, / gerecht und heilig vor ihm leben, / aufrecht ihm dienen allezeit / und ihm allein die Ehr erweisen.

 

Kreuzzeichen – wir beten gemeinsam

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Hinführung

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Es war und ist immer noch mühevoll, mit der Pandemie zu leben. Vorsicht ist geboten.

Gegen die vielleicht aufkommende Verzweiflung oder Enttäuschung, werden uns heute tröstliche und stärkende Worte aus der Schrift gesagt.

Danken wir, dass wir uns trotz allem auf Gott und die Nähe zu Jesus Christus verlassen dürfen.

Ein Text von Andrea Schwarz kann eine Hilfe sein:

 

Die Kraft wächst auf dem Weg

 

Wenn du Gott vertraust,

seiner Zusage glaubst,

den nächsten Schritt wagst,

ohne zu ahnen, wohin der Weg führt,

ohne zu wissen, wie das Ziel heißt,

nur von Hoffnung und Sehnsucht getrieben,

dann wirst du achtsam bleiben,

wach mit allen Sinnen suchen und sein

und dankbar für Zeichen und Worte

und darüber staunen,

wie sich Schritt für Schritt ein Weg ergibt,

sich das Ahnen verdichtet,

der Boden trägt

und zum Quellgrund wird.

Kyrie

Herr Jesus Christus, du bist uns Hoffnung in den drängenden Fragen des Lebens.

Herr, erbarme dich unser…

Herr Jesus Christus, du bist den Bedrängten Weggefährte und Stütze.

Christus, erbarme dich unser…

Herr Jesus Christus, Du bist die Macht, die uns frei macht von allem, was uns einengt.

Herr, erbarme dich unser…

Den Herren will ich loben

Den Herren will ich loben

Gloria GL 395, 1 + 2 Den Herren will ich loben…

Den Herren will ich loben, / es jauchzt in Gott mein Geist, / denn er hat mich erhoben, / dass man mich selig preist. / An mir und meinem Stamme / hat großes er vollbracht, / und heilig ist ein Name, / gewaltig seine Macht.

Barmherzig ist er allen, / die ihm im Ehrfurcht nahn; / die Stolzen lässt er fallen, / die Schwachen nimmt er an. / Es werden satt aufstehen, / die arm und hungrig sind; / die Reichen müssen gehen, / ihr Gut verweht im Wind.

Gebet

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Wir danken Dir, Herr und Gott, dass Du uns in Jesus Christus gezeigt hast, wie Du zu den Menschen stehst und sie liebst. Dabei machst Du keinen Unterschied zwischen den Armen und Reichen, zwischen Zweifelnden und Glaubenden. Denn Du liebst alle Menschen als Deine Geschöpfe. Erfülle uns mit Dankbarkeit und Freude über deine Zuwendung, die uns so deutlich wurde und wird in Deinem Sohn, Christus, unserem Herrn. Amen.

Lesung aus dem Buch Sachárja 9, 9 – 10

So spricht der Herr:

Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir. Gerecht ist er und Rettung wurde ihm zuteil; demütig ist er und reitet auf seinem Esel, ja auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin.

Ausmerzen werde ich die Streitwagen aus Efraim und die Rosse aus Jerusalem, ausgemerzt wird der Kriegsbogen.

Er wird den Völkern den Frieden verkünden; seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde.

 

Wort des lebendigen Gottes…Dank sei Gott.

Antwort

Antwort – Psalm 131 (Lektor)

 

Herr, mein Herz ist nicht stolz,

nicht hochmütig blicken meine Augen.

Ich gehe nicht um mit Dingen,

die mir zu wunderbar und zu hoch sind.

Ich ließ meine Seele ruhig werden und still;

wie ein kleines Kind bei der Mutter ist meine Seele still in mir.

Volk Israel, harre auf den Herrn von nun an bis in Ewigkeit!

Lesung aus dem Brief des heiligen Paulus an die Römer 8, 9.11 – 13

Liebe Schwestern und Brüder!

Ihr seid nicht vom Fleisch, sondern vom Geist bestimmt, da ja der Geist Gottes in euch wohnt. Wer aber den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm.

Wenn aber der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib lebendig machen, durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Wir sind also nicht dem Fleisch verpflichtet, Schwestern und Brüder, so dass wir nach dem Fleisch leben müssten. Würden wir aus dem Fleisch leben, müssten wir sterben. Wer aber aus dem Geist Christi lebt, der wird leben.

 

Wort des lebendigen Gottes… Dank sei Gott.

Halleluja

Halleluja

Halleluja

Vers:

Sei gepriesen, Vater, Herr des Himmels und der Erde;

du hast die Geheimnisse deines Reiches den Unmündigen offenbart.

Halleluja

Evangelium nach Matthäus 11, 25 – 30

In jener Zeit sprach Jesus:

Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen.

Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken.

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

 

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus… Lob sei Dir Christus.

Predigt von Pfarrer Wolfgang Acht

Unmündige werden für Jesus Anlass, Gott zu preisen! Was soll das?

Es ist doch entgegengesetzt zu unseren Wünschen nach Wissen, Geltung, Fortschritt.

Wir kämpfen eher gegen Unmündigkeit und setzen auf Freiheit und Selbständigkeit. Warum stellt er wie so oft Dinge einfach auf den Kopf?

  • Den Unmündigen wird offenbar gemacht, was Gott will
  • Jesus allein ist der Gottesbote, nicht die Selbstgerechten in Gesellschaft und Kirche, die alles zu wissen glauben.
  • Die Beladenen sind als Erste eingeladen zu Jesus zu kommen.

Es klingt in unseren Ohren eher verrückt. Aber Jesus will ja gerade das, dieses Ver-Rücken der allgemeinen Meinung! Was könnte uns bewegen hinzuhören und am Ende zu akzeptieren, was Jesus sagt?

 

1. Die Unmündigen sind die ersten Empfänger der Frohen Botschaft.

 

Wollen wir dazu gehören und verstehen wir uns so? Uns treibt eher um, bedeutend und anerkannt zu sein. Von wegen unmündig als Leitgedanke...

Aber ist uns nicht klar, dass die Befriedigung dieses Gefühls unglaublich Kraft raubt?

 

Was führt ihn dazu, die Unmündigen zu preisen? Wer sind denn diese Unmündigen? Es sind die, die eben nicht meinen, ständig etwas leisten zu müssen, um besser dazustehen. Sie wissen um ihre Grenzen und bringen das ein, was ihnen möglich ist, und sie haben kein Problem damit, bedürftig und auf andere angewiesen zu sein. Deshalb können gerade sie die Botschaft von einem liebenden Gott, die Jesus uns bringt, besser und dankbarer annehmen. Sie verlieren weniger Kraft, weil sie sich kräftigen und stärken lassen.

Selig deshalb die, die ihre Grenzen kennen und bereit sind, sie anzunehmen und offen für Entgegenkommen zu sein!

 

2. Nicht die Selbstgerechten in Gesellschaft und Kirche finden Gott.

Jesus ist in allem der Bote, der auf den verweist, der der eigentliche Geber ist. Es ist eben Gott, von dem er alles hat. Er lebt nicht aus sich, sondern ganz aus der Beziehung zum Vater, so dass er sagen kann: „Alles, was mein ist, ist das, was mir der Vater gab.“

Sind wir uns noch im Klaren, dass auch wir eigentlich in allem Beschenkte sind; ob es das Leben selbst ist, die befreienden Worte Gottes oder ob es die Sakramente sind. Alles ist letztlich Gabe Gottes, aus der wir leben können und sollen.

„Es gibt keinen anderen Grund als den, der gelegt ist – Jesus Christus“, so sagt es Paulus und gibt damit noch einmal einen Impuls zum Nachdenken über das größte Kapital, das wir in uns tragen: Vertrauen auf Gott und Christus ist Geschenk, der Glaube ist Gabe und Gnade! So dürfen auch wir mit Jesus sagen: „Mir ist alles übergeben worden.“

Sind der Dialog mit und die Beziehung zu Gott durch Jesus Christus nicht absolut lebenswert, so dass wir ohne diese Beziehung eigentlich Lebensqualität verlieren? Ein Mensch, der in Beziehung lebt, hat mehr Lebenskraft in sich, als einer, der nur sich selbst wahrnimmt.

 

3. Nehmt mein Joch auf euch…?

Welches Joch ist denn gemeint? Haben wir nicht schon genug zu tragen? Man denke nur an die Einschränkungen der letzten Wochen oder an die Einsamkeit vieler alter und kranker Menschen, die keinen Besuch empfangen durften. Braucht es da noch mehr? Wer will da nicht ausweichen und wieder zur Leichtigkeit des Lebens finden?

Es hilft eben nicht,

  • Wenn wir schwerwiegende Fragen ausblenden, nur weil sie vielleicht das innere Gleichgewicht stören.
  • Wenn wir schweren Krankheiten auszuweichen oder sie zu ignorieren versuchen, oder schlimmer noch, sogar Schwerkranke zu meiden.
  • Wenn wir Sterben und Tod tabuisieren, was die Situation von Abschied und Sterben letztlich noch schlimmer macht.

Warum blenden wir aus, was doch wichtige Teile unseres Lebens sind?

Wie wollen wir denn lernen, ob auch diese Situationen tragfähig sind? Angst macht jedenfalls das Leben noch schwerer.  Wer sich dem nicht stellt, wird nie erfahren, wie belastbar er ist. Gerade diese Anforderungen können  die Kraft der Hoffnung stärken.

Paulus drückt diese Haltung so aus:

Wie sagt es Paulus im Römerbrief: „Wir rühmen uns nicht nur der herrlichen Dinge, sondern ebenso der Bedrängnis, denn Bedrängnis bewirkt Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung. Und Hoffnung, die lässt nicht zugrunde gehen“!

 

In Jesu Worten steckt also, wenn man sie bis ins Herz dringen lässt, viel Lebensweisheit.

Erwägen wir sie doch neu im Herzen und versuchen wir aus ihnen zu leben, um am Ende  für das tragfähige, von Gott mitgetragene Leben zu danken!

 

Credo

Credo: gemeinsam beten:

(formuliert auf dem Konzil von Nicäa 325)

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,  seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten

und das ewige Leben. Amen.

Fürbitten

Lasst uns beten zu Christus, dem Herrn, der der ganzen Welt seinen Frieden verkündet:

  • Für alle, die in den christlichen Kirchen um die Ökumene bemüht sind, dass sie nicht nur auf das Unterschiedliches schauen, sondern das Gemeinsam suchen und dadurch der Einheit näher kommen. Christus, höre uns…
  • Für die politisch Verantwortlichen, die in dieser Krisenzeit bis zum Äußersten gefordert sind. Lass sie zu verantwortlichen Entscheidungen kommen und dafür Anerkennung in unserer Gesellschaft finden. Christus, höre uns…
  • Für die alten und gebrechlichen Menschen, die der Pflege und Begleitung bedürfen. Dass sie gute Pflegekräfte finden, die trotz der damit verbundenen Mühen, ihren Dienst einfühlsam vollziehen. Christus, höre uns…
  • Für die armen Völker in Afrika, Südamerika und Asien, die unter großer Not leiden. Lass uns bereit sein, ihnen angemessen zu helfen und durch unsere Spenden das nötige tägliche Brot sichern. Christus, höre uns…
  • Für alle Verstorbenen, besonders auch für die, die durch Krieg und Gewalt, aber auch durch die Pandemie ums Leben kamen. Schenke ihnen jetzt die Gerechtigkeit, den Frieden und die Erfüllung bei dir, die sie in ihrem Leben nicht erfahren konnten. Christus, höre uns…
  • Persönliche Bitten?

 

Wir beten gemeinsam das Vater unser

Vaterunser

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Schlussimpuls

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Berührt

Du hast uns berührt, Gott,

darum kommen wir nicht mehr los von Dir.

Immer auf der Suche nach Dir, leben wir.

Wir suchen Dich im Lärm unserer Städte

und Behausungen,

wir suchen Dich im

Schweigen der einsamen Wege und Berge.

Wir suchen Dich in der Brandung des Meeres

und im Singen der Flöte.

Wir suchen Dich im Fliegen der Vögel

und im Sturz der Felsen.

Wir suchen Dich im Körper der Schönen

und im Angesicht der Kranken.

 

Wir suchen Dich,

weil wir wund sind von Dir

und ohne Dich nicht leben können.

Lass uns unruhig bleiben, Gott,

auch wenn wir Dich nicht sofort finden.

Lass uns Dich aufstöbern in Deinen Verstecken,

in den kleinen, in denen wir Dich nicht vermuten.

Denn du bist das Leben in die Ewigkeit.

 

von Kurt Marti

Gebet

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Wir danken dir Gott, dass du wieder deine Zuwendung gezeigt hast. Dein Worte im Menschenwort hat uns getröstet. Deine Zusage in Jesus Christus, deinen Sohn, wurde uns zum Zeichen deiner unbedingten Liebe zu uns.

Lass uns nun gestärkt, für andere Hilfe, Wegbegleitung und Zuwendung leben, um so Zeugnis von Dir zu geben.

Darum bitten wir Dich durch deinen Sohn der uns nach deinem Willen immer nahe sein wird und der mit dir lebt in Ewigkeit. Amen.

Segen

Gott behüte und bewahre uns, er lasse sein Angesicht über uns leuchten, er bleibe bei uns mit seinem Segen.

Das gewähre uns der zugewandte Gott: Der Vater, durch den Sohn, im Heiligen Geist. Amen.

 

Sendung

Geht und verkündet die Frohe Botschaft und bringt den Frieden, der euch durch Gott gewährt ist.

Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn das Brot, das wir teilen

Wenn das Brot, das wir teilen

Schlusslied GL 470, 1 – 3 Wenn das Brot, das wir teilen…

Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht / und das Wort, das wir sprechen, / als Lied erklingt, / dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut, / dann wohnt er schon in unserer Welt. / Ja dann schauen wir heut schon sein Angesicht / in der Liebe, die alles umfängt, / in der Liebe, die alles umfängt.

Wenn das Leid jedes Armen uns Christus zeigt, / und die Not, die wir lindern zur Freude wird, / dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut, / dann wohnt er schon in unserer Welt. / Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht / in der Liebe, die alles umfängt, / in der Liebe, die alles umfängt.