Ostersonntag

Wir stellen ein Kreuz auf und entzünden eine Kerze.

Christ ist erstanden

Christ ist erstanden

Gotteslobvideo (GL 318): Christ ist erstanden

 

Diese Feier wollen wir unter den Schutz des auferstandenen Herrn und Gottes Jesus Christus stellen und gemeinsam beten:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Einstimmung

Ein Grab greift tiefer
als die Gräber gruben
denn ungeheuer
ist der Vorsprung
Tod

am tiefsten greift
das Grab
das selbst den Tod
begrub
denn ungeheuer
ist der Vorsprung
Leben.

Kyrie

Zu Beginn besinnen wir uns auf das, was nicht gut und richtig war und beten oder singen gemeinsam Nr. 163, 5 aus dem Gotteslob:

 

V         Herr Jesus, auferstanden von den Toten:    A         Kyrie eleison.

V         Dein Kreuz ist unsere Hoffnung:                   A         Kyrie eleison.

 

V         Du rufst alle Menschen zum Leben:             A         Christe eleison.

V         Du begleitest uns auf unseren Wegen:         A         Christe eleison.

 

V         Du bist erhöht zur Rechten des Vaters:        A         Kyrie eleison.

V         Du sendest den Geist der Wahrheit:             A         Kyrie eleison.

 

Der auferstandene Gott liebt uns und begleitet uns alle Zeit. Das erfüllt uns mit großer Freude und darum können wir ihm unser Loblied singen.

Erschalle Laut, Triumphgesang!

Erschalle Laut, Triumphgesang!

  1. Erschalle Laut, Triumphgesang! / Triumph der Heiland ist erstanden! / Besieget liegt der Tod in Banden, / den seine Gottesmacht bezwang: / Das Heil der Welt ist wirklich da! Halleluja.

 

  1. Uns schreckt nun nicht des Todesnacht, / vor der die Väter einst erbebet: / denn der am Kreuze starb, er lebet / und hat das Leben uns gebracht, / und Todesfurcht ist nicht mehr da. Halleluja

Gebet

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Wir sprechen gemeinsam aus dem Gotteslob das Gebet unter Nr. 8,2:

Mein Gott, mein Erlöser, bleibe bei mir.
Fern von Dir müsste ich welken und verdorren.
Zeigst Du Dich mir wieder, blühe ich auf in neuem Leben.

Du bist das Licht, das nie verlöscht, die Flamme, die immer lodert.
Vom Glanz Deines Lichtes beschienen, werde ich selber Licht, um anderen zu leuchten.
Ich bin nur wie ein Glas, durch das Du den anderen scheinst.

Lass mich zu Deinem Ruhm Deine Wahrheit und Deinen Willen verkünden,
- nicht durch viele Worte, sondern durch die stille Kraft der tätigen Liebe -
wie Deine Heiligen -  durch meines Herzens aufrichtige Liebe zu Dir."

JOHN HENRY NEWMAN

Schriftlesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossae

Liebe Schwestern und Brüder!

Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt. Richtet deshalb euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische! Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott.

Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.

Wort des lebendigen Gottes

A         Dank sei Gott.

Halleluja

Halleluja

GL 483 - Halleluja (aus Taize)

Schriftlesung aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes (Joh 20, 1 – 9)

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A: Ehre sei dir, o Herr (dabei zeichnet sich jeder ein kleines Kreuz auf Stirn, Lippen und Brust)

 

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat.

Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein.

Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein.  Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle.

Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.

Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste. Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück.

Evangelium – Frohe Botschaft - unseres Herrn Jesus Christus.

A         Lob sei dir, Christus.

Predigt von Pfarrer Wolfgang Acht

Im Dunkeln ging Maria Magdalena zum Grab. Die Trauer verdunkelte auch ihr Inneres, was sie doch zutiefst betroffen über den grausamen Tod des Meisters. Sie hatte für sich alles verloren. Es blieb nur ein Gedenken am Grab. Und dann der Schock. Das Grab war leer. Hatten sie etwa den Frevel begangen, ihn zu rauben?

Schnell Hilfe holen und es den Freunden sagen, das war ihr erster Impuls. Diese Leere war nicht auszuhalten, wussten sie, so heißt es: „noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste“!

War einer der Jünger schon weiter. Er sieht das leere Grab und es heißt von ihm: „Er sah und glaubte.“ Ist er nicht so betroffen wie Maria? Ob er sich vielleicht gerade jetzt an die #Worte Jesu erinnerte: „Ich werde auferstehen am dritten Tag?“

Das Wort „Er sah und glaubte“ ist keine plötzliche Eingebung. Es ist eher die Bilanz der Erkenntnis über die Erfahrungen mit Jesus selbst.

  • Er war für sie ihr Ein und Alles.
  • Seine Worte und Taten hatten doch Spuren in ihnen hinterlassen.
  • Sein Eintreten für alle Menschen ohne Unterschied war bestechend
  • Zudem wurde ihnen klar, dass er sie doch berufen hatte, seinen Weg fortzusetzen über den
  • Tod hinaus.
  • Wie sehr hat er ihnen beeindruckend die unmittelbare Nähe Gottes vermittelt.

Sein Ende bekam auf einmal eine neue, intensive Bedeutung für die Gegenwart? Es war nicht Kapitulation, es war der Schritt in einen göttlichen Neuanfang. Sein Wort klang nach: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt wird nicht sterben“!

 

Glauben wir das auch? Schauen wir doch auf den Erfahrungsprozess, den wird doch auch mit Jesus in unserem Leben machen konnten:

  • Wo und wie haben wir von ihm gehört, so dass er uns wichtig wurde?
  • Ist auch für uns das Kreuz ein Solidaritäts- und Siegeszeichen oder nur ein alltäglicher Schmuck?
  • Hat er uns nicht auf berufen, seine Botschaft zu leben und weiterzugeben?
  • Ist uns nicht seine Hingabe in Brot und Wein ein Bedürfnis geworden?

Wir könnten vielleicht aufgrund der Erfahrung sagen, dass wir gesehen haben und deshalb glauben. Deshalb sagen wir doch in der Eucharistiefeiere bekennend: „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit!“

Erfahrungen fehlen uns also nicht!

  • Wir hören regelmäßig aus der Schrift, so dass wir wie die Jünger zu Sehenden werden können.
  • Uns berührt immer wieder das Urzeugnis des Paulus, der Jesus nicht unmittelbar begegnet ist, aber sich auf das Zeugnis der Jünger verließ und im 1. Korintherbrief schreibt, eben auch für uns:

Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, / gemäß der Schrift, 4 und ist begraben worden. / Er ist am dritten Tag auferweckt worden, / gemäß der Schrift, 5 und erschien dem Kephas, dann den Zwölf.  Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen. Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln. Als Letztem von allen erschien er auch mir.

Die Ersterfahrung der Zeugen ist für Paulus Beweis genug, gaben sie doch sogar ihr Leben dafür, am Ende auch Paulus.

Wir sollten deshalb:

  • Die Schriftlesung regelmäßig pflegen und aus den Erfahrungsgeschichten schöpfen.
  • Wir sollten uns über unsere Erfahrungen austauschen, um uns gegenseitig der Glaubenserfahrungen zu vergewissern.
  • Bleiben wir aufmerksam auf die Spuren, die der Glaube an Jesus Christus in unserem Leben hinterlassen hat.

 

Am Ende sind wir vielleicht sogar so weit, dass wir selbst an den Gräbern und im Gedenken an Jesus Tod  und Auferstehung sagen können: „Ich sehe und glaube!“

Gebet und Fürbitten

beten (c) www.pixabay.com

Bekennen wir gemeinsam unseren Glauben, indem wir unter Nr. 762 gemeinsam beten oder singen:

  1. Wahrer Gott, wir glauben dir, / du bist mit Gottheit und Menschheit hier;

du, der den Satan und Tod überwand, / der im Triumph aus dem Grabe erstand. / Preis dir, du Sieger auf Golgatha, / Sieger, wie keiner, halleluja.

  1.  Jesu, dir jauchzt alles zu: / Herr über Leben und Tod bist du.

In deinem Blute gereinigt von Schuld, / freun wir uns wieder der göttlichen Huld.

Gib, dass wir stets deine Wege geh'n, / glorreich wie du aus dem Grabe ersteh'n!

 

 

FÜRBITTEN

Herr, wir danken dir, dass du Jesus nicht im Tod belassen, sondern seine Liebe in deine Liebe aufgenommen und in ewiges Leben verwandelt hast. Wir sind durch ihn mit dir verbunden und haben schon jetzt Anteil an seiner Auferstehung. Deshalb bitten wir dich:

 

  • Für die Kirche auf der ganzen Welt. Lass sie ein Zeichen der Hoffnung und Freude sein, damit sie ausstrahlt auf alle Menschen. Du Gott des Lebens : wir bitten dich, erhöre uns

 

  • Für unsere Gemeinde, die sich heute nicht versammeln kann. Lass sie bereit sein, von deinem Sohn Zeugnis zu geben, damit deine Botschaft in der Welt bekannt wird. Du Gott des Lebens

A.: wir bitten dich, erhöre uns

 

  • Für uns, die wir hier versammelt sind. Gib uns in dieser Zeit der Krise den Mut zu dem zu stehen, was wir von dir empfangen haben. Du Gott des Lebens                              : wir bitten dich, erhöre uns

 

  • Für alle kranken Menschen. Bewahre ihnen die Hoffnung und lass sie Menschen finden, die sich für sie gerade jetzt einsetzen. Du Gott des Lebens                         : wir bitten dich, erhöre uns

 

Guter Gott, das Leben, das in Jesus offenbart wurde, werde zum Leben für die ganze Welt. Darum bitten wir durch ihn, deinen Sohn, der lebt und Leben schenkt in alle Ewigkeit.                     A.: Amen

 

 

Beten wir das Gebet, dass alle Christen in dem einen Glauben vereint:

Vaterunser

Nun wollen wir gemeinsam das Gebet sprechen, das der Herr selbst uns zu beten gelehrt hat:

 

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Gebet und Segen

Noch bevor wir dich suchen, bist du bei uns. Bevor wir deinen Namen kennen, bist du schon unser Gott.

Öffne unser Herz für das Geheimnis, in das wir aufgenommen sind: dass du uns zuerst geliebt hast und dass wir glücklich sein dürfen mit dir. Nicht weil wir gut sind, dürfe wir uns dir nähern, sondern weil du Gott bist.

F. CROMPHOUT, A. VON LAERE, L. GEYSEIS, R. LENAERS

 

Der Herr segne uns und behüte uns. Der Herr lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig. Der Herr wende uns sein Angesicht zu und schenke uns Heil. (nach Num 6, 24-26)

Das Grab ist leer

Das Grab ist leer

Christian Gössel (Orgel) und Henriette Kluchert (Trompete)