Ansprechpartnerin für Fragen zur Prävention von sexueller Gewalt

Julia Klütsch

Sexualisierte Gewalt ist ein Thema, das in den vergangenen Jahren enorme Aufmerksamkeit erfahren hat. Das ist gut. Denn nur wenn wir hinsehen, können wir Taten verhindern und Kinder schützen. Auch die Pfarrgemeinden der Gemeinschaft der Gemeinden Kempen-Tönisvorst, St. Hubertus, St. Mariae Geburt, St. Godehard und St. Cornelius, sind sich ihrer Verantwortung für den Schutz von Kindern und Jugendlichen, aber auch allen anderen Schutzbefohlenen bewusst. Verschiedene Maßnahmen sind auf den unterschiedlichen Ebenen der Kirche bereits angelaufen. Dazu gehört auch, dass es vor Ort eine Ansprechperson gibt, die bei Fragen weiterhelfen kann. Für die GdG Kempen-Tönisvorst hat Gemeindereferentin Julia Klütsch diese Aufgabe übernommen.

„In meinem Engagement in der Kolpingjugend habe ich mich mit diesem Thema bereits beschäftigt“, sagt Julia Klütsch. Als Präventionsfachkraft ist sie nun Ansprechperson für Mitarbeitende sowie ehrenamtlich Tätige bei allen Fragen zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Wer einen Verdacht hat oder vielleicht von einem Betroffenen ins Vertrauen gezogen wurde, kann sich mit Julia Klütsch in Verbindung setzen und dazu beraten. Sie kennt die Verfahrenswege bei Verdachtsmeldungen sowie interne und externe Beratungsstellen und kann darüber informieren. „Ganz wichtig ist, dass dabei nichts über den Kopf von Betroffenen hinweg geschieht. Wer betroffen ist, kann selbst entscheiden, was für ihn richtig ist“, sagt Julia Klütsch.  

Zurzeit ist sie dabei, ein institutionelles Schutzkonzepte zu erstellen. Darunter versteht man die gebündelten Bemühungen eines Trägers um die Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Teil davon ist zum Beispiel ein Verhaltenskodex. Julia Klütsch ist es wichtig, dies in enger Abstimmung mit den Mitarbeitern und Gremien zu erarbeiten. Es sind lebensnahe Vorgaben, die alle ehrenamtlich und hauptamtlich Tätigen, von den Kommunionkatechetinnen über Messdienerleiter bis hin zu den Ferienlagerbetreuern, an die Hand bekommen. Zum Beispiel spielt die Sprache eine große Rolle und die Achtung der gegenseitigen Grenzen. Dabei muss es sich nicht gleich um sexualisierte Gewalt handeln. Aber indem wir Grenzen bereits früh benennen und deren Einhaltung einfordern, schützen wir Kinder davor, dass es überhaupt soweit kommt, schützen aber auch Mitarbeiter und Ehrenamtliche selbst, damit diese durch Missverständnisse nicht unter einen falschen Verdacht geraten. Anhand der Regeln kann jeder selbst leicht sein eigenes Verhalten reflektieren.

Die Präventionsfachkraft sorgt auch dafür, dass das Thema in den Strukturen und Gremien verankert wird, berät bei Planung, Organisation und Durchführung von Präventionsprojekten und Maßnahmen aus Sicht der Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Sie benennt aus präventionspraktischer Perspektive Fort- und Weiterbildungsbedarf.

In der GdG werden alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, zum Thema „Prävention sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“ geschult. Die Schulungen werden in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Forum Krefeld und Viersen angeboten. Die Mitarbeiter setzten sich dabei unter anderem mit den Fragen auseinander, wie man Signale richtig deutet und wo man selbst Grenzen anderer verletzen könnte. Alle Mitarbeiter legen zudem ein Führungszeugnis vor.

Julia Klütsch ist erreichbar unter Tel. 02152 8971022, 01512 0413994 oder per E-Mail an julia.kluetsch@gdg-ktv.de