GdG-Jahresthema 2020

Leaf

"Schöpfung – Gott bewahre.“ So lautet das Jahresthema für die katholischen Kirchengemeinden in der Gemeinschaft der Gemeinden Kempen und Tönisvorst für das kommende Jahr 2020.
„Die“ Jugendlichen haben mit ihrer Protestaktion „Fridays for Future“ im Jahr 2019 alle Menschen – die Gesellschaft, die Politik weltweit – verschärft darauf hingewiesen, was auf dem Spiel steht. Die einen reagieren und sagen „mal nur kein Drama daraus machen, alles halb so wild“, andere wiederum fordern ein vehementeres Eintreten für ein verändertes Bewusstsein und veränderte Handlungsoptionen im Hinblick auf Ökologie, Umwelt und Energiewirtschaft. Menschen äußern Ängste, suchen nach Wegen aus der Bedrohung. Aber auch die zynischen bis hin zu herablassenden Reaktionen zeugen letztlich davon, wie Menschen berührt werden von den Protesten, Anfragen und den Aufforderungen, den eigenen Lebensstil zu überdenken.
Das Kernthema ist die Schöpfung – unsere Welt mit all ihren Lebewesen: Mensch, Tier und Vegetation. Gott hat diese Schöpfung erschaffen, Gott hat sie uns geschenkt. Wer bewahrt sie? Wer sichert die Zukunft?
Die Schöpfung ist bedroht – Klimaveränderungen mit fatalen Auswirkungen, weltweit sind sie zu erleben, mancherorts dramatisch und lebensbedrohlich, anderenorts erscheinen sie handhabbar.
Papst Franziskus hat bereits 2015 in seiner Enzyklika (Rundschreiben an die ganze Menschheit) „Laudato Si“ die Verantwortung zur Schöpfung in direktem Zusammenhang mit Armut und weltweiter Gerechtigkeit gesetzt – der Lebenswandel auf der einen Seite der Welt wirkt sich auch auf die andere Seite der Welt aus.
Wie erleben Sie die „Umweltfrage/-bewegung“? Wie berührt Sie das?
Viele Menschen erleben eine Verunsicherung, stellen sich Fragen und Suchen nach Veränderung. Die katholischen Gemeinden in Kempen/Tönisvorst wollen mit dem Jahresthema die dargestellten Bewegungen aufgreifen und einladen zur Weiterbeschäftigung und zur Auseinandersetzung:
Was heißt das: Gott hat uns diese Schöpfung geschenkt?
Wie ist unsere Verantwortung für diese eine Welt?
Wie nehmen wir diese wahr?
Was muss sich ändern (Energie, Verkehr, Produktion von Lebensmitteln und anderen Gütern)?
Was können wir tun? Wo und wie ist der Einzelne verantwortlich?
Die Pfarreiräte und weitere engagierte Menschen erarbeiten zurzeit Ideen für Veranstaltungen, mit denen das Thema aufgegriffen und  in vielfältiger Weise erschlossen werden kann. So gibt es Ideen für Gesprächsangebote, einen Filmabend, eine Podiumsdiskussion, eine „lange Tafel“ und vieles mehr.  
Wer Interesse zur Mitwirkung und/ oder Ideen hat, der melde sich bitte bei Andreas Bodenbenner, im Pfarrbüro oder beim Gemeindevorstand.