Die Propsteikirche St. Marien wird zentraler Gottesdienstort für Kempen
Zwei Jahre lang dauerten die Vorbereitungen des Projektes „Kirche für Kempen“. Jetzt hat der Kirchenvorstand beschlossen: Die Propsteikirche St. Marien im Zentrum von Kempen wird zentraler Gottesdienstort für ganz Kempen.
Die Kirche soll im Inneren so umgestaltet werden, dass ein zeitgemäßer Ort der Begegnung, des Glaubens und des Miteinanders und Lebens in der Stadt Kempen entsteht. Parallel dazu soll aus dem Pfarrzentrum Burse ein modernes barrierefreies Pfarrzentrum werden. Es bildet gemeinsam mit der Propsteikirche künftig das geistliche Zentrum Kempens.
Spätestens, wenn die Umbauten realisiert sind, werden Gottesdienste nur noch in St. Marien angeboten. Für die Kirchen und die dazugehörigen Gebäude der Gemeinden St. Josef und Christ König werden Träger oder Investoren gesucht, welche die Gebäude künftig für ihre gemeinnützigen Projekte nutzen.
Ein solches Projekt, das sich über mehrere Monate erstreckt, wirft Fragen auf – bei den Gemeindemitgliedern, bei den Ehrenamtlern, die Angebote oder Gruppen betreuen, bei den Mitarbeitenden. Um größtmögliche Transparenz zu schaffen, halten wir alle Interessierten auf dieser Webseite auf dem Laufenden. Hier gibt es Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) und immer wieder aktuelle Berichte, was sich wie entwickelt.
Für alle, die mit Fragen, Ideen oder Anliegen zum Projekt „Kirche für Kempen“ beitragen möchten, gibt es ab sofort eine zentrale Ansprechpartnerin:
Ursula Müller
Telefon: 0151 70242738
E-Mail: kempen@kathkirche-ktv.de
Frau Müller nimmt Ihre Gedanken und Fragen gerne entgegen und bringt sie in den zuständigen Arbeitskreis ein, der das Projekt „Kirche für Kempen" in all seinen Facetten begleitet und sich regelmäßig – in der Regel einmal pro Woche – trifft. Dort wird jedes Anliegen sorgfältig besprochen und der bestmögliche Weg gefunden: ob als Eintrag in die FAQ, als persönliche Rückmeldung an Sie oder als weiterführende Beratung – niemand bleibt ohne Antwort.
Was soll ich unter einem zentralen Gottesdienstort verstehen?
Der zentrale Gottesdienstort ist der Ort, an dem sich die gesamte Gemeinde trifft, um Freud und Leid gemeinsam zu feiern – Heilige Messen, Wortgottesfeiern, Taufen und Beerdigungen, Kommunion und Firmung. Dieser zentrale Gottesdienstort wird in absehbarer Zukunft die Propsteikirche St. Marien im Zentrum Kempens sein. Die denkmalgeschützte Kirche und das daneben gelegene Pfarrzentrum Burse werden, um diesen Zweck optimal erfüllen zu können so hergerichtet, dass mitten im Kempen ein zeitgemäßer Ort der Begegnung, des christlichen Glaubens und des Miteinanders und des Lebens entsteht.
Warum können in meiner Kirche nicht weiterhin Gottesdienste stattfinden?
Die Rahmenbedingungen für das Angebot von Gottesdiensten und den Unterhalt von Kirchengebäuden haben sich grundlegend geändert. So führt die nachlassende Kirchenbindung in der Gesellschaft zu weniger Gottesdienstbesuchern. Waren es im Jahr 2000 in ganz Kempen noch rund 2.400 Personen pro Woche, hat sich diese Zahl auf aktuell 200 bis 300 pro Woche reduziert. Dem stehen in den drei Kirchen St. Marien, St. Josef und Christ König über 1.000 Sitzplätze gegenüber. Parallel dazu verschärft sich die finanzielle Situation der Kirchen. Das Bistum Aachen geht laut Geschäftsbericht 2024 von einer Halbierung der Finanzkraft der Kirchen in Deutschland in den kommenden zwei Jahrzehnten aus. Es muss also viel genauer auf die Ausgaben geachtet werden. Und das nicht nur in der jeweiligen Gemeinde, sondern im neu entstandenen Pastoralen Raum Kempen-Tönisvorst. Wobei Kempen in diesem die einzige Gemeinde ist, die nicht nur über eine, sondern gleich über drei für Gottesdienste genutzte Kirchen verfügt. Vor diesem Hintergrund ist es unausweichlich, die Überkapazitäten und damit die Kosten zu reduzieren.
Wenn Gottesdienste nur noch in St. Marien stattfinden, ist mein Weg zum Gottesdienst viel länger. Wie soll ich dahin kommen?
Für die eine oder andere Person kann sich der Weg zur Kirche tatsächlich verlängern. Hier wollen wir Hilfe organisieren, indem wir mit Hilfe des Pfarrbüros private Mitfahrgelegenheiten koordinieren werden. Sobald feststeht, ab wann nur noch St. Marien Gottesdienstort ist, können sich Personen, die eine Mitfahrgelegenheit suchen, im Pfarrbüro melden. Ebenso können Personen, die bereit sind, andere Gemeindemitglieder zum Gottesdienst mitzunehmen, im Pfarrbüro Bescheid geben.
Hier schon einmal die Kontaktdaten:
Pastoraler Raum Kempen/Tönisvorst, Pfarrbüro St. Mariae Geburt, Judenstr. 14, 47906 Kempen, Telefon: 02152 8971020, E-Mail: info@kathkirche-ktv.de, Öffnungszeiten: Mo.-Mi., Fr.: 9.30-11.30 Uhr, Do.: 16.00-17.30 Uhr
St. Marien soll weiterentwickelt werden. Was passiert da?
Noch können wir keine Details nennen, denn das Architekturbüro hat die Planungen erst vor kurzem aufgenommen. Sobald die ersten Entwürfe spruchreif sind, informieren wir hierüber. Das gilt sowohl für die Umgestaltung von St. Marien als auch für den Umbau der Burse zu einem modernen und barrierefreien Pfarrheim. Beide zusammen sollen künftig eine geistliche Mitte für Kempen bilden. Bisher zeichnet sich jedenfalls ab, dass die Burse ausreichend Kapazitäten bietet und auch barrierefrei gestaltet und brandschutztechnisch auf den erforderlichen Stand gebracht werden kann.
Soll wirklich für eine Tür ein Loch in die Wand der denkmalgeschützten Kirche St. Marien gebrochen werden?
Nein. Das sind Fake News, die von Personen verbreitet werden, die es vorziehen zu polemisieren, statt sich einer auf Fakten basierenden sachlichen Diskussion zu stellen. Sollte ein Zugang von St. Marien zur Burse mit in die finale Planung aufgenommen werden, würde dieser über eine bereits existierende Tür in der Kirchenwand realisiert. Diese Tür befindet sich gegenüber der Burse und ist derzeit verschlossen, weswegen sie einigen Gemeindemitgliedern nicht präsent sein dürfte.
Was soll mit St. Josef und Christ König geschehen?
Für die Gebäude in St. Josef und Christ König beginnt jetzt die Suche nach Trägern bzw. nach Investoren. Ziel ist es, starke Partner zu finden, die die Gebäude übernehmen, um die freiwerdenden Räume optimal, gemeinschaftsfördernd und nachhaltig im Rahmen ihres eigenen Konzeptes zu nutzen. Dabei sollen möglichst soziale und caritative Nutzungen berücksichtigt werden. Ob und welche Träger/Investoren zur Verfügung stehen, wird der Markt zeigen.
Ich leite eine Gruppe. Muss ich jetzt um unseren Raum und unsere feste Uhrzeit fürchten?
Niemand soll ohne Raum bleiben. Für die Planung, welche Räumlichkeiten wir künftig benötigen, hat es bereits eine Bedarfsabfrage gegeben. Sollte sich jemand mit seinem Angebot noch nicht gemeldet haben, kann er seinen Bedarf immer noch im Pfarrbüro, Telefon: 02152 8971020, oder unter E-Mail: kempen@kathkirche-ktv.de anmelden. Wie es mit den Zeitfenstern aussieht, wird sich zeigen, wenn die Raumplanung steht. Hier kann es Verschiebungen geben. Diese bieten allerdings auch die Option, dass eine Gruppe endlich ihren Wunschtermin erhält, auf den sie bisher verzichten musste.
Wie erfahre ich, ab wann ich nur noch nach St. Marien in den Gottesdienst gehen kann?
Die Umgestaltung in der Kirchengemeinde St. Mariä Geburt ist ein sehr umfassender Prozess. Wir werden Schritt für Schritt über die Änderungen und ihre Auswirkungen für die Betroffenen informieren. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass wir bekanntgeben, ab wann Gottesdienste nur noch in St. Marien stattfinden. Vorgesehen ist zum Beispiel, dass es im Sommer 2026 eine Gemeindeversammlung geben wird, in der die aktuellen Entwicklungen vorgestellt werden.
Wie kann ich dafür sorgen, dass die von mir angebotene Gruppe nicht in der Planung untergeht?
Informieren Sie das Pfarrbüro, die zentrale Ansprechpartnerin für das Projekt Kirche für Kempen, Ursula Müller, Telefon: 0151 70242738, E-Mail: kempen@kathkirche-ktv.de oder Propst Dr. Thomas Eicker über Ihr Angebot und den Wunsch, bei der Planung berücksichtigt zu werden.
Ich habe ganz andere Fragen. An wen kann ich mich wenden?
Bei Fragen, Ideen oder Anliegen rund um das Projekt „Kirche für Kempen" sind Sie bei unserer zentralen Ansprechpartnerin genau richtig: Ursula Müller, Telefon: 0151 70242738, E-Mail: kempen@kathkirche-ktv.de
Frau Müller nimmt Ihre Gedanken und Fragen gerne entgegen und bringt sie in den zuständigen Arbeitskreis ein, der das Projekt „Kirche für Kempen" in all seinen Facetten begleitet und sich regelmäßig – in der Regel einmal pro Woche – trifft. Dort wird jedes Anliegen sorgfältig besprochen und der bestmögliche Weg gefunden: ob als Eintrag in die FAQ, als persönliche Rückmeldung an Sie oder als weiterführende Beratung – niemand bleibt ohne Antwort.