Das Interesse an der Gemeindeversammlung am Freitag, 20. Februar, im Pfarrsaal St. Josef war groß. Zunächst gab Hans-Jürgen Beulertz vom Kirchenvorstand einen Überblick über den Prozess „Kirche für Kempen – neu denken“ und machte deutlich, dass sich derzeit drei der acht entwickelten Visionen (Zukunftslabor) in der Planung und zum Teil in der Umsetzung befinden (liturgische Mitte St. Marien, Ritualagentur und Mobile Kirche). An diesem Abend ging es vor allem um die zukünftige Gestaltung der Propsteikirche, die zentraler Gottesdienst- und Gemeindeort für Kempen wird. Vor dem Hintergrund sinkender Gottesdienstbesucherzahlen ist es sinnvoll, die Gemeinde an einem Ort zu versammeln.
Das Architekturbüro Dewey + Blohm-Schröder hat hierzu einige Ideen entwickelt, die Gregor Dewey vorstellte. Dabei geht es vor allem darum, das Kirchengebäude für verschiedene Zwecke nutzbar zu machen: neben Gottesdiensten und Andachten auch für Kinderkatechese, Beratung und Gespräche, Konzerte und offenes Singen, Meditationen und vieles mehr. Dazu sollen die starren Bankreihen durch eine mobile Bestuhlung ersetzt werden.
Das Taufbecken soll ins Mittelschiff rücken. Die Turmkapellen können durch Glaswände abgetrennt werden, was eine separate Nutzung ermöglicht. Zudem ist ein Cafétreff geplant. Das Lichtkonzept bedarf einer Überarbeitung, um unterschiedliche Ausleuchtungen zu ermöglichen.
Dies sind erste Vorschläge, die nun weiter beraten werden und von den Anwesenden auch teils kritisch hinterfragt und mit Verbesserungsvorschlägen begleitet wurden. Zuvor hatten alle die Möglichkeit, ihre Wünsche auf Karten festzuhalten, und viele machten deutlich, welchen Raumbedarf sie sehen und dass dafür ein zukunftsfähiges Gemeindezentrum unerlässlich ist.
Einige Fragen blieben an diesem Abend auch unbeantwortet: Was wird das kosten? Wie wird die Burse eingebunden? Was wird aus St. Josef und Christ-König? Diese Fragen mussten an diesem Abend zunächst zurückgestellt werden, werden in den Gremien aber weiter behandelt und sollen nicht aus dem Blick geraten.
Weitere Schritte werden in den kommenden Wochen vorgestellt. Mehr Infos zum Prozess unter: kirche-fuer-kempen.de