Was wir tragen können – Der Godehard-Kreuzweg-Podcast

Ein Podcast über das Leben, das Leiden und die Liebe!

14 Stationen hat der St. Godehard-Kreuzweg in den Feldern zwischen Vorst und Kempen. Die Radio-Journalistin und Moderatorin Angela Krumpen hat Menschen aus der Region sowie Prominente jeweils zum Thema einer Station interviewt. Mit technischer Unterstützung von studiotv-dein Apfelstadtradio sind unter anderem Christel Neudeck (Cap Anamur), Maria Mesrian (Maria 2.0), Schwester Christiana (Abtei Mariendonk) und Propst Thomas Eicker zu hören. In einer Dauerinstallation lassen sich die Gespräche ab Palmsonntag an den Stationen per Smartphone und QR-Code abrufen. Mit den Podcasts auf den Ohren geht man den 3,2 Kilometer langen Kreuzweg ganz neu.

Hier gibt es eine Wegbeschreibung für den Godehard-Kreuzweg.

Die Links zu allen Folgen findet man auch hier auf dieser Seite. 

Folge 1: Zum Tode verurteilt – und was das mit uns zu tun hat

Folge 1: Zum Tode verurteilt – und was das mit uns zu tun hat (c) Pastoraler Raum Kempen/Tönisvorst

 „Jesus wird zum Tode verurteilt“. Dieses Bild sehen wir an der ersten Station.  Das klingt hart. Doch er betrifft uns alle. Denn auch wir sind sterblich. Wie verändert es unser Leben, wenn wir uns bewusst machen, dass wir nicht ewig haben? Und was hat das mit Liebe zu tun?

In der ersten Folge des Podcasts „Was wir tragen können – Der Godehard-Kreuzweg“ spricht Angela Krumpen mit Regina Gorgs, Gemeindereferentin und Pilgerbegleiterin. Regina Gorgs hat sich intensiv mit dem Godehard-Kreuzweg beschäftigt – und zeigt, warum dieser Weg nicht nur eine christliche Tradition ist, sondern eine Einladung, das eigene Leben zu hinterfragen.

Themen der Folge:

  • Warum der Kreuzweg mit einem Todesurteil beginnt – und was das für uns bedeutet.
  • Wie die Erinnerung an unsere Endlichkeit uns lehrt, bewusster zu lieben.
  • Warum Gehen mehr ist als Bewegung: Wie der Kreuzweg Gedanken befreit und uns hilft, festgefahrene Muster zu durchbrechen.
  • Regina Gorgs‘ persönliche Erfahrungen: Wie sie den Kreuzweg auch Kindern näherbringt – und welche überraschenden Begegnungen dabei entstehen.

 

Folge 2: Ein fremdes Kreuz auf sich nehmen – Verantwortung übernehmen

Folge 2: Ein fremdes Kreuz auf sich nehmen – Verantwortung übernehmen

„Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern.“ Diese Station spricht von einer Last, die nicht selbst gewählt wurde – und von der Frage: Was ist unsere Verantwortung?

In dieser Folge spricht Angela Krumpen mit Klaus Mertes, dem ehemaligen Schulleiter des Berliner Canisius-Kollegs. 2010 brach er als einer der Ersten das Schweigen über den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche – und veränderte damit nicht nur sein eigenes Leben, sondern katholische Kirche und Gesellschaft.

Klaus Mertes erzählt, wie er innerhalb einer Stunde wusste: Hier kann ich nicht schweigen. Doch wie erkennt man diesen Moment? Und was gibt uns die Kraft, dann zu handeln – selbst wenn es persönliche Konsequenzen hat?

Themen der Folge:
• Der Brief, der ein Erdbeben auslöste: Warum Klaus Mertes 2010 entschied, das Schweigen zu brechen.
• „Ich hatte keine Wahl“: Wie wir spüren, wann Handeln zur Pflicht wird.
• Die Last des fremden Kreuzes: Was passiert, wenn wir Verantwortung für etwas übernehmen, das uns nicht direkt betrifft?
• Eine Frage an uns alle: Wo in unserem Leben müssen wir hinsehen – statt wegzuschauen?

 

Diese Folge ist Teil einer Trilogie mit Klaus Mertes:

  • Folge 3: „Wenn das Leben uns zu Boden wirft – Vom Stürzen und der Frage nach dem Glück“
  • Folge 7: „Wie wir wieder aufstehen – und das immer wieder neu“

 

Folge 3: Wenn das Leben uns zu Boden wirft – Vom Stürzen und der Frage nach dem Glück

Folge 3: Wenn das Leben uns zu Boden wirft – Vom Stürzen und der Frage nach dem Glück

„Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz.“ Diese Station steht für Momente, in denen die Last zu schwer wird. In dieser Folge erzählt Klaus Mertes, wie er selbst „stürzte“ – nicht nur durch Angriffe von außen, sondern auch durch die Erkenntnis, ein „Davongekommener“ zu sein.

Warum fällt es uns so schwer, mit dem eigenen Glück umzugehen, wenn andere leiden? Und wie finden wir Halt, wenn wir am Boden liegen?

Themen der Folge:
• Warum Klaus Mertes‘ Versetzung in den Schwarzwald versetzt wurde

  • Warum Stürze so lehrreich sein können.
  • Die Last des „Davongekommen-Seins“: Wie wir mit dem Wissen umgehen, dass andere weniger Glück hatten.

Diese Folge ist Teil einer Trilogie mit Klaus Mertes:

  • Folge 2: „Ein fremdes Kreuz auf sich nehmen – Verantwortung übernehmen“
  • Folge 7: „Wie wir wieder aufstehen – und das immer wieder neu“

 

Folge 4: Für Mutterliebe muss man keine Mutter sein

Folge 4: Für Mutterliebe muss man keine Mutter sein

„Jesus begegnet seiner Mutter.“ Diese Station des Kreuzwegs zeigt eine der schmerzhaftesten Szenen: Maria sieht ihren Sohn leiden – und kann nichts tun. Viele von uns kennen dieses Gefühl der Ohnmacht, wenn wir geliebte Menschen nicht schützen können.

In dieser Folge spricht Angela Krumpen mit Sr. Christiana Reemts, Äbtissin der Benediktinerinnen-Abtei Mariendonk am Niederrhein. Seit über 20 Jahren wird sie „Mutter“ genannt – ohne leibliche Kinder zu haben. Doch was bedeutet „Mutterliebe“ wirklich? Und wie können wir diese Kraft über die Familie hinaus in die Welt tragen?

Themen der Folge:
Mutter“ sein ohne Kinder:* Wie Sr. Christiana in ihre Rolle als Äbtissin hineinwuchs – und was sie heute daran trägt.
• Die Ohnmacht der Liebe: Was Maria in diesem Moment ihrem Sohn mitgibt – und was das für uns bedeutet, wenn wir selbst hilflos zusehen müssen.
• Liebe jenseits der Familie: Warum wir die Kraft der Zuneigung nicht auf einen engen Kreis beschränken sollten – und wie das die Welt verändern könnte.
• Solidarität als politische Form der Liebe: Wie Sr. Christiana und ihre Mitschwestern mutig für Geflüchtete und Gerechtigkeit einstehen – und was wir davon lernen können.

Ein Hinweis:
In Folge 8 („Maria Mesrian: Tränen und Trost – Die Rolle der Frauen“) geht es ebenfalls um Frauen am Wegesrand – und um die Frage, ob Frauen wirklich nur Zuschauerinnen der Geschichte sein müssen.

 

Folge 5: Die Kraft des Ehrenamtes – Warum Mit-Tragen das Leben leichter macht

Folge 5: Die Kraft des Ehrenamtes – Warum Mit-Tragen das Leben leichter macht

„Simon von Zyrene wird gezwungen, Jesus das Kreuz zu tragen.“ Ein Fremder, ein Zufälliger – und plötzlich ist er mitten im Geschehen. Diese Station des Kreuzwegs zeigt: Manchmal beginnt Mitmenschlichkeit mit einem einfachen Griff.

In dieser Folge spricht Angela Krumpen mit Siegfried Thomassen, der seit Jahrzehnten ehrenamtlich aktiv ist und als Präsident von action medeor ein weltweites Hilfswerk mitprägt, das hier in Vorst begann. Warum packt er freiwillig an – und was können wir von ihm lernen?

Themen der Folge:
• „Ich konnte nicht anders“: Wie die katholische Jugend und Pfadfinder ihn prägten – und warum er bis heute „mittendrin“ ist.
• Ehrenamt als Gewinn: Warum Engagement nicht Verzicht bedeutet, sondern Bereicherung.
• Von Vorst in die Welt: Wie aus einer Dorfinitiative (action medeor) ein globales Hilfswerk wurde – und was uns das über Gemeinschaft sagt.
• Träume, die Wirklichkeit werden: Was passiert, wenn viele Hände gemeinsam anpacken.

Ein Hinweis:
In Folge 10 („Christel Neudeck: Niemanden ertrinken lassen“) geht es um Menschen, die nicht wegschauen, wenn andere in Not sind – und wie mutiges Handeln Leben rettet.

 

Folge 6: Kleine Geste – große Wirkung

Folge 6: Kleine Geste – große Wirkung

„Veronika reicht Jesus das Schweißtuch.“ Eine kleine Geste – doch sie bleibt im Gedächtnis. An der sechsten Station des Kreuzwegs geht es um diese unscheinbaren Momente, die alles verändern können.

Angela Krumpen spricht mit Claudia Kellewald-Stieger, die mit ihrer Straßengemeinschaft in der Hahnweide die Patenschaft für diese Station übernommen hat. Warum engagieren sich Menschen für einen Ort, der auf den ersten Blick nur ein „Häuschen unter einem Baum“ ist? Und was können wir von Veronikas Mut lernen – einfach hinzutreten und zu helfen?

Themen der Folge:
• Warum eine Bank unter einem Baum mehr ist als ein Rastplatz: Wie die 6. Station zum spirituellen Ort für Spaziergänger wird – und was sie dort suchen.
• Das Schweißtuch als Symbol: Warum kleine Gesten oft mehr bewirken als große Worte – und wie wir sie wieder wertschätzen lernen.
• Wie ein selbstgebautes Storchennest r zu eine Geschichte von „kleiner Geste, großer Wirkung“ werden konnte.

Ein Hinweis:
Veronika steht nicht allein am Weg. In diesem Podcast begegnen wir immer wieder Menschen, die nicht wegschauen, sondern handeln:

  • Folge 5 („Siegfried Thomassen: Die Kraft des Ehrenamtes“) – Warum Mit-Tragen das Leben leichter macht.
  • Folge 8 („Maria Mesrian: Immer nur Tränen und Trost? – Die Rolle der Frauen“) – Was es bedeutet, wenn Frauen nicht schweigen.
  • Folge 10 („Christel Neudeck: Niemanden ertrinken lassen“) – Wie mutiges Eingreifen Leben rettet.

 

Folge 7: Wie wir wieder aufstehen – und das immer wieder neu.

Folge 7: Wie wir wieder aufstehen – und das immer wieder neu.

„Jesus bricht zum dritten Mal zusammen.“ Doch die Geschichte endet nicht hier – und auch Klaus Mertes stand immer wieder auf. In dieser Folge spricht er darüber, bei wem er selber Hilfe gesucht hat, wie er sich geschützt hat und warum resignieren, aufgeben oder weglaufen keine Option war.

Wie finden wir die Kraft, nach einem Sturz weiterzugehen? Und wie können wir anderen dabei helfen?

Themen der Folge:
• Warum Liegenbleiben Jammern und Selbstmitleid bedeutet hätten.
• Welche Rolle Gefährten spielen.
• Warum es wichtig ist, jeden Tag neu zu beginnen.

Diese Folge ist Teil einer Trilogie mit Klaus Mertes:

  • Folge 2: „Ein fremdes Kreuz auf sich nehmen – Verantwortung übernehmen“
  • Folge 3: „Wenn das Leben uns zu Boden wirft – Vom Stürzen und der Frage nach dem Glück“

 

Folge 8: Immer nur Tränen und Trost? – Die Rolle der Frauen

Folge 8: Immer nur Tränen und Trost? – Die Rolle der Frauen

„Die Frauen stehen am Rand und weinen.“ So beschreibt die Bibel die Szene an der 8. Station des Kreuzwegs. Doch was bedeutet es, wenn Frauen nur als Zuschauerinnen am Rand stehen – während Männer verurteilen, verraten und hinrichten?

In dieser Folge spricht Angela Krumpen mit Maria Mesrian, Mitgründerin der Reformbewegung Maria 2.0. 2019 hatte sie genug vom Zuschauen und sagte: „Es reicht!“ Warum engagiert sie sich für eine Kirche, die Frauen oft unsichtbar macht – und was können wir von ihrem Mut lernen?

Themen der Folge:
„Ich will nicht mehr nur zuschauen“: Warum Maria Mesrian 2019 den Kirchenstreik mitinitiierte – und was sie heute darüber denkt.
„Entmachtet die Kirche, gebt sie den Menschen zurück“: Wie wir aus starren Strukturen lebendige „Menschenorte“ machen.
Frauenrechte unter Druck: Warum Maria Mesrian trotzdem Hoffnung hat – und was uns alle trägt, weiterzukämpfen.

 

Ein Hinweis:
In Folge 2 („Klaus Mertes: Ein fremdes Kreuz auf sich nehmen“) geht es darum, wann Schweigen keine Option mehr ist – und wie Verantwortung unser Leben verändert.

 

Folge 9: Heimat, Tradition und die Verantwortung, die beides mit sich bringt

Folge 9: Heimat, Tradition und die Verantwortung, die beides mit sich bringt

„Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz.“ An der 9. Station des Godehard-Kreuzwegs geht es um Grenzen – und um die Frage, wie wir mit Verantwortung umgehen, wenn sie uns schwer wird.

Angela Krumpen spricht mit Heinz Josef Köhler, Vorsitzender des Heimatvereins Vorst, Lektor in der katholischen Kirche und aktives Mitglied in zahlreichen Vereinen. Seit 1996 prägt er das kulturelle Leben in Vorst – doch wie bleiben Traditionen lebendig ohne zu erstarren? Und wie können wir Heimat so gestalten, dass sie Brücken baut statt Grenzen zieht?

Themen der Folge:

„Tradition ist kein Museum“: Wie Heinz Josef Köhler Traditionen lebendig hält – und wann er spürt, dass sie weiterentwickelt werden müssen.
Heimat in Dialekt: Warum Plattdeutsch mehr ist als eine Sprache – und was verloren geht, wenn sie stirbt.
Stolpersteine und Erinnerung: Wie die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit Vorst verändert hat – und was wir daraus für heute lernen.

 

Ein Hinweis:
In Folge 7 („Klaus Mertes: Wie wir wieder aufstehen“) geht es darum, wie wir nach dem Hinfallen neue Kraft finden – und warum Aufstehen manchmal ein gemeinsamer Prozess ist.

 

Folge 10: Von Würde und davon, dass man niemanden ertrinken lassen darf

Folge 10: Von Würde und davon, dass man niemanden ertrinken lassen darf

„Jesus wird seiner Kleider beraubt.“ An der 10. Station des Kreuzwegs geht es um Entwürdigung – nicht nur vor 2000 Jahren, sondern heute. Ob an Europas Grenzen, in den USA oder in unserem Alltag: Menschen nehmen anderen ihre Würde. Aber immer gibt es Menschen, die das nicht hinnehmen wollen.  

Angela Krumpen spricht mit Christel Neudeck, Mitgründerin der Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte e.V., die mit ihrem Mann Rupert über 11.300 Menschen vor dem Ertrinken rettete. Was können wir von ihrem unbeugsamen Einsatz für Würde und Menschlichkeit lernen?

Themen der Folge:
„Wir konnten nicht wegschauen“: Wie ein Fernsehbild aus den 1970ern alles veränderte – und warum die Neudecks handelten, wo andere zögerten.
„Das Meer ist kein Friedhof“: Wie aus einer Idee eine Bewegung wurde – und warum Mitmachen oft nur einen ersten Schritt braucht.
Rupert Neudecks Vermächtnis: Warum die Rupert-Neudeck-Gesamtschule in Tönisvorst mehr ist als ein Name – und was eine „menschliche Schule“ ausmacht.

Ein Hinweis:
In Folge 5 („Siegfried Thomassen: Die Kraft des Ehrenamtes“) geht es darum, wie kleine Initiativen Großes bewirken – und warum Mitmachen oft mit einem einfachen „Ja“ beginnt.

 

Folge 11: Von Gewalt, Ohnmacht und Frieden

Folge 11: Von Gewalt, Ohnmacht und Frieden

„Soldaten nageln Jesus ans Kreuz.“ Eine Szene voller Brutalität – und doch eine, die uns bis heute erschüttert. An der 11. Station des Kreuzwegs geht es um Gewalt, Ohnmacht – und die Frage: Wie können wir Frieden leben, wenn die Welt von Gewalt geprägt ist?

Angela Krumpen spricht mit Propst Thomas Eicker, der schon als Kind von dieser Station tief berührt war. Warum empfindet er Gewalt als sinnlos – und was können wir von Jesu Weg der Gewaltlosigkeit lernen? Wie findet man Halt, wenn die Welt um uns herum zerbricht?

Themen der Folge:
„Eine Kindheitserschütterung“: Warum ein Orgelstück über die Kreuzigung Thomas Eicker bis heute begleitet – und wie sich seine Sicht auf Gewalt verändert hat.
„Gewalt ist sinnlos“: Warum Macht und Unterdrückung keine Lösungen schaffen – und was stattdessen wirkt.
Die Macht der Gewaltlosigkeit: Warum sie bis heute wirkt – und wie sie uns trägt.

 

Ein Hinweis:
In Folge 1 („Zum Tode verurteilt – und was das mit uns zu tun hat“) geht es darum, wie uns das Gehen – und das Stehenbleiben – durch Kummer und Leid hilft.

 

Folge 12: Was hilft beim Sterben?

Folge 12: Was hilft beim Sterben?

„Jesus stirbt am Kreuz.“ An der 12. Station des Kreuzwegs begegnen wir dem Tod – der Grenze, vor der wir alle einmal stehen. Doch was hilft uns, wenn wir oder unsere Lieben sterben? Und wie können wir diese letzte Phase des Lebens würdevoll gestalten?

Angela Krumpen spricht mit Dr. med. und Dr. phil. Friederike Boissevain, die als Palliativärztin, Zen-Priesterin und Hospizgründerin den Tod aus vielen Perspektiven kennt. Warum haben Menschen Angst vor dem Sterben – und wie können wir diese Ängste lindern? Was können wir von der Zen-Praxis lernen, um dem Tod gelassener zu begegnen?

Themen der Folge:
„Angst vor dem Sterben – nicht vor dem Tod“: Warum viele Menschen weniger fürchten, was danach kommt, als den Prozess des Sterbens selbst – und wie Friederike Boissevain ihnen hilft.
Zen und das Sterben: Was die buddhistische Praxis über den Tod lehrt – und wie Friederike Boissevain diese Weisheit in ihre medizinische Arbeit einbringt.
„Was hilft beim Sterben wirklich?“: Eine Synthese aus Medizin, Spiritualität und menschlicher Begleitung.

Ein Hinweis:
In Folge 14 („Luise Hannen: Von Abschied und Hoffnung“) geht es darum, was eine Beerdigung zu einer guten Beerdigung macht – und wie wir Abschied nehmen können.

 

Folge 13: Wenn Eltern ihre Kinder verlieren

Folge 13: Wenn Eltern ihre Kinder verlieren

„Maria hält ihren toten Sohn im Schoß.“ An der 13. Station des Kreuzwegs begegnen wir einem der schmerzhaftesten Bilder: einem Elternteil, das sein Kind verloren hat. Dieser Schmerz ist universell – ob durch Krankheit, Unfall oder andere Tragödien. Doch wie können Eltern diesen Verlust tragen? Und wie können wir als Gesellschaft sie begleiten?

Angela Krumpen spricht mit Sylvia Bolz, Krankenhausseelsorgerin im Heilig-Geist-Krankenhaus in Kempen. Sylvia Bolz begleitet Eltern, die das Unfassbare erleben: den Tod ihres Kindes. Was brauchen diese Eltern in den ersten Stunden und Tagen? Und wie können wir ihnen helfen, nicht allein zu bleiben?

Themen der Folge:
Das Bild der 13. Station: Warum Maria mit ihrem toten Sohn ein Symbol für alle trauernden Eltern ist.
„Die Umgebung verstummt“: Warum viele Menschen nicht wissen, wie sie trauernden Eltern begegnen sollen – und was wirklich hilft.
Sternenkinder und Rituale: Wie sich die Gesellschaft verändert hat – und warum Gräberfelder und Trauerbegleitung so wichtig sind.


Ein Hinweis:
„In Folge 12 („Friederike Boissevain: Was hilft beim Sterben?“) geht es um den Umgang mit Sterben und Tod – und wie wir Menschen in ihren letzten Momenten begleiten können. Vielleicht möchten Sie dort hineinhören, wenn Sie sich fragen, wie wir als Gesellschaft besser mit Verlust umgehen können.“

 

Folge 14: Von Abschied und Hoffnung

Folge 14: Von Abschied und Hoffnung

„Jesus wird ins Grab gelegt.“ An der 14. und letzten Station des Kreuzwegs endet der Weg – im Grab. Ein Moment des endgültigen Abschieds. Und zugleich die Frage: Wie nehmen wir Abschied von den Menschen, die wir lieben?

Angela Krumpen spricht mit Luise Hannen aus Vorst. Sie ist ehrenamtliche Beerdigungsleiterin und begleitet Menschen in den schwersten Stunden ihres Lebens. Was macht eine gute Beerdigung aus? Was tröstet wirklich – und was nicht?

Themen der Folge:
• Abschied nehmen: Warum Beerdigungen mehr sind als ein Ritual – und was sie für die Hinterbliebenen bedeuten.
• Worte finden, wenn Worte fehlen: Wie Luise Hannen für jede Trauerfeier neue, persönliche Texte schreibt – und woher ihre Sprache kommt.
• Hoffnung über den Tod hinaus: Wie die Vorstellung vom „Tor zum Licht“ oder von einem Platz bei Gott Trost spenden kann.

 

Ein Hinweis:
In Folge 12 („Friederike Boissevain: Was hilft beim Sterben?“) geht es um die Zeit vor dem Tod – und darum, was Menschen in ihren letzten Momenten brauchen.
Diese letzte Folge richtet den Blick auf das Danach: den Abschied – und die Hoffnung.

 

Wir danken studiotv – Dein Apfelstadtradio / Michael Franken für die technische Unterstützung und Produktion aller Folgen.